Mehr als eine Million Computer sind weltweit zu so genannten Zombie-PCs mutiert, die von Angreifern übernommen wurden und von denen Spam und Viren verbreitet werden. Dies geht aus einer Erhebung der internationalen Nonprofit-Forschungsvereinigung Honeynet Project hervor. Das Honeynet Project hat für seine Untersuchung mehr als 100 Botnets überwacht, Zusammenschlüsse von ferngesteuerten Computern. Das größte derartige Netzwerk bestand aus 50.000 infizierten PCs.
Dem Honeynet-Projekt gehören Mitglieder aus den USA, Kanada, Israel, den Niederlanden, Deutschland und Australien an. Den Namen bezieht die Gruppe von Computer-Netzwerken, die im Netz platziert werden, um Virenattacken ausgeliefert zu werden (Honeynets). Diese Honeynets werden streng überwacht. Die dabei erhaltenen Daten werden sorgfältig ausgewertet, um den Taktiken der IT-Bösewichte auf die Spur zu kommen.
Für ihre Analyse haben die Forscher des Honeynet-Projektes Rechner der Gefahr ausgesetzt. Es erwies sich dabei als Besorgnis erregend einfach, es dazu zu bringen, dass ein PC von Angreifern übernommen wird. Die längste Zeit, die ein Honeynet-Rechner überlebte, war ein paar Minuten. Die schnellste Übernahme geschah in wenigen Sekunden. Über Chat-Channels auf IRC-Servern wurden die Zombie-PCs schließlich mit Instruktionen der Angreifer versorgt. Die übernommenen Rechner werden unter anderem zum Spam-Versand oder zur Manipulation von Online-Umfragen missbraucht.
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