Firefox 3 soll der intelligenteste Browser der Welt werden. Dieses Ziel hat Mozilla-Präsident Tristan Nitot im Rahmen eines Exklusiv-Interviews mit pressetext formuliert. "Der Browser der Zukunft muss nicht nur Informationen darstellen, sondern auch verstehen können. Werden beispielsweise eine Adresse oder Infos zu einem stattfindenden Event angezeigt, müsste der Browser in der Lage sein, diese Daten automatisiert auszufiltern und zuzuordnen", so Nitot. Über eine einfache Exportfunktion könnten relevante Daten so ohne langwieriges Markieren und Umformatieren in andere Applikationen wie Kalender, E-Mailprogramme oder Online-Karten integriert werden.
Bei der Intelligenzoffensive für den eigenen Browser vertraut Mozilla auf die bessere Unterstützung des sogenannten Mikroformats, das HTML- und XHTML-Inhalte mit semantischen Zusatzinformationen versieht. Einen ersten Eindruck, wie das Mikroformat vom Browser und etwaigen Web-verwandten Applikationen genutzt werden kann, bietet das kürzlich veröffentlichte Firefox-Add-on "Operator". Dieses ist mit Firefox ab Version 1.5 kompatibel. Bei der Unterstützung von Webstandards wollen die Entwickler mit Firefox 3 noch einmal einen Schritt weitergehen. Als Ziel und Maßstab gilt dabei das Erfüllen des Acid2-Tests des World Wide Web Consortiums (W3C), was der aktuellen Version nur knapp verwehrt blieb. Ein weiterer Schwerpunkt der Firefox-Entwicklung liegt Nitot zufolge in der verbesserten Schnelligkeit des Browsers. Darüber hinaus hofft man mit der neuen Version auch ein völlig überarbeitetes Lesezeichen- und Chronik-System einzuführen. Den Mozilla-Entwickler schwebt daher ein System vor, das angefangene Linkeingaben per Auto-Complete-Funktion vervollständigt. Zudem sollen Zusatz-Informationen abgerufen werden können, wie oft und wann ein Link zuletzt geöffnet wurde.
Den Jahresdaten von Net Applications zufolge hat der Internet Explorer im vergangenen Jahr kontinuierlich an Marktanteil eingebüßt. Während Firefox sich von Januar bis Dezember 2006 von 9,5 Prozent auf 14 Prozent steigern konnte, fiel der weltweite Anteil des Microsoft-Konkurrenten von 85,3 auf 79,6 Prozent. Xiti Monitor weist dem Firefox-Browser in Europa gar zwischen 20 (Schweiz) und 33 Prozent (Deutschland) zu.
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