Mit TransferJet hat Sony in Japan eine neue drahtlose Datenübertragungs-Technologie angekündigt, die schon auf der heute auslaufenden CES 2008 mit Referenz-Geräten erstmals vorgeführt wird. Sie erlaubt die Übermittlung von Daten zwischen elektronischen Geräten mit einer Rate von 560 Megabit pro Sekunde. Das System ist auf den absoluten Nahbereich beschränkt. Sony Japan gibt als Reichweite drei Zentimeter an.
Im Vergleich zu Certified Wireless USB (CWUSB) bietet TransferJet somit zwar eine höhere Datenrate, aber eine deutlich geringere Reichweite. Die CWUSB-Spezifikationen sehen Übertragungsraten von 480 Mbps auf eine Entfernung von immerhin drei Metern vor. Als ein Vorteil der schwachen Signale für den absoluten Nahbereich führt Sony allerdings ins Treffen, dass TransferJet-Übertragungen praktisch keine Interferenz mit anderen drahtlosen Datenübermittlungen erzeugen.
Als Vorteil soll TransferJet besonders einfach in der Handhabung sein und kein komplexes Setup erfordern. Durch "Touch & Get" sollen TransferJet-Geräte bei Berührung automatisch Daten austauschen. Dabei kann konfiguriert werden, welche Geräte kommunizieren dürfen. So kann ungewollte Datenübertragung an fremde Geräte vermieden werden. Es könnten etwa einfach durch Berührung Bilder von Kameras an Anzeigegeräte oder Musikdateien von anderen Geräten auf tragbare Player übertragen werden.
Einen konkreten TransferJet-Einführungstermin für Europa gibt es bisher nicht. Die genutzte Datenübertragungsfrequenz von 4,48 Gigaherz liegt jedenfalls in einem Bereich, der in Deutschland laut Frequenznutzungsplan der Bundesnetzagentur derzeit für militärische Funkanwendungen reserviert ist. Eventuell könnte sich das als Hindernis für einen zukünftigen Deutschland-Start erweisen.
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