Laut einer Umfrage von TNS Infratest, die Dell in Auftrag gegeben hat, setzen Mitarbeiter in zwei Drittel der deutschen Unternehmen private Smartphones, Tablets oder Notebooks ein. Dies kann massive Sicherheitsprobleme aufwerfen.
Für die Unternehmen ist dies nicht immer leicht, da sie selbst für deren Sicherheit verantwortlich sind und für eine reibungslose Integration sorgen müssen.
328 IT-Verantwortliche von unterschiedlich großen Unternehmen wurden nun befragt, wie sich die „Consumerization“ aktuell in ihren Unternehmen darstellt. Dabei zeigt sich, dass der Trend tatsächlich in der überwiegenden Zahl der deutschen Unternehmen angekommen ist.
In 53% der befragten Unternehmen ist die Nutzung privater mobiler Systeme offiziell erlaubt, in 27% ist deren Nutzung zumindest nicht untersagt, lediglich in 20% der befragten Unternehmen ist der Einsatz solcher Geräte explizit verboten. Zwischen kleineren und größeren Unternehmen ergaben sich keine großen Differenzen.
In Unternehmen, in denen diese Geräte nicht verboten sind (261 insgesamt), ist deren Einsatz betrieblich allerdings kaum geregelt: Nur in 34% dieser Unternehmen gibt es dazu verbindliche Regelungen, in weiteren 34% sind solche Regelungen immerhin in Vorbereitung; in 29% wird es laut Ansicht der Befragten auf absehbare Zeit keine verbindlichen Regelungen dazu geben. Eine Positivliste, also eine Liste erlaubter Geräte, gibt es in 63% der Unternehmen, die Regelungen erlassen haben.
Weitere Ergebnisse der Umfrage:
In 80% der Unternehmen, in denen der Einsatz privater mobiler Systeme zumindest nicht verboten ist (261), werden diese auch tatsächlich eingesetzt.
In Unternehmen, in denen private mobile Geräte tatsächlich im Einsatz sind (208), werden sie für folgende geschäftliche Aufgaben verwendet: 89% fürs Telefonieren, 88% für den Zugriff auf E-Mails, 48% für den Zugriff auf Dokumente (Mehrfachnennungen möglich).
In 53% der Unternehmen, in denen private mobile Geräte tatsächlich im Einsatz sind (208), greifen die Nutzer damit auch auf Unternehmensanwendungen wie SAP, Microsoft Dynamics oder Oracle zu.
Ganz ungefährlich ist ein ungeregelter Einsatz privater Geräte nicht, dies kann erhebliche Sicherheitsprobleme verursachen, beispielsweise durch das Einschleusen von Schadsoftware oder Ausspähen vertraulicher Daten. Erstaunlich dabei ist, wie wenige Unternehmen hier trotz der bekannten Probleme für die IT einen Regelungsbedarf sehen. Sicherheit sollte ganz oben stehen, hier muss definitiv erheblich nachgebessert werden.
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